Nach einem Frühstück mit Blick auf den Deich geht es weiter. Doch kurz nach der Abfahrt werde ich von einer Schaafherde aufgehalten. Die Viehcher trauen sich einfach nicht an mir vorbeizulaufen. Also muss ich warten, bis Schäfer und Hund sie so weit in die enge treiben, dass sie dann doch noch mit Höchsgeschwindigkeit an mir vorbeigaloppieren.AA-20130603-1260

Nachdem die Herde endlich vorbei ist geht die Fahrt weiter in Richtung Husum, und nein, über den Wind schreibe ich heute nichts, ausser, dass er nicht weniger stark weht, als gestern. In Husum schaue ich mir den Hafen und die alten Häuser in der Innenstadt an und genehmige mir ein Krabbenbrötchen. AA-20130603-2981

Es geht weiter über die Autbahn und in Dänemark fange ich dann an, mich zu wundern. Bis heute dachte ich, Dänemark sei genau so flach und und mit Windrädern zugepflastert wie Norddeutschland, doch das stellt sich als grosser Irrtum heraus. Es wird zunehmend hügelig und von den Windrädern, die über 20% des dänischen Stroms erzeugen ist weit und breit nichts zu sehen. Vollends ins Staunen komme ich, als ich bei Vejle über eine riesige Brücke hoch über den Vejle Fjord fahre. Als ich dann noch von der Brücke aus einen Badestrand sehe, ist klar, dass ich dort hin muss. 2013-06-03 16.09.37-1

Nach einem Eis und einem Fachgespräch mit zwei Seekajak-Fahrern mache ich mich wieder auf den Weg zu meinem Etappenziel nach Viborg und stehe kurz darauf auch schon im Stau. Wegen des Windes bin ich sehr dick angezogen und fühle mich wie in einer Sauna. Glücklicherweise geht es nach 15-20 Minuten wieder zügig weiter. Der weitere Weg über Landstrassen durch die wunderschöne dänische Hügel- und Seenlandschaft bestätigt meine Vorahnung, dass Dänemark viel zu schade ist, um einfach nur durchzufahen. DCIM100GOPRO

Als ich schliesslich bei meiner allerersten Couchsurfing-Gastgeberin ankomme ernte ich irritierte Blicke. Ich werde erst morgen erwartet aber es sei kein Problem. Ich darf trotzdem bleiben.

 

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