Meine zweite Etappe ist eigentlich die Erste. Die erste Etappe, bei der ich mich auf unbekanntes Terrain begebe. Die erste Sunde fahre ich noch durch bekanntes Terrain, aber dann befahre ich Neuland.

Doch das Neuland beginnt früher als erwartet. Im Hunsrück auf dem Weg über den Ellerspring wird es plötzlich neblig und die Strasse wird schmierig. Toll. DCIM100GOPRO

Als würde das alleine nicht reichen, weht über den Höhen des Hunsrücks noch ein stark böiger Wind aus Westen. Dass mich dieser Wind noch eine Weile begleiten wird ahne ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es graut mir schon davor, auf die Autobahn zu fahren, weil ich vermute, dass der Seitenwind dort noch ungemütlicher wird, aber das Gegenteil ist der Fall. Mit weniger engen Kurven wird der Wind kontrolierbarer, und ich freue mich (un)heimlich, dass ich im letzten Jahr öfters mal Windböentrainingsfahrten bei Föhn gemacht habe.

Nach kurzer Zeit auf der Autobahn fällt mir ein, dass ich bei der Abfahrt vergessen habe, die Vorhängeschlösser an der Alubox zuzuschliessen. Super, jetz werd ich auch noch zu nem Baumarkt fahren müssen, um mir neue Schlösser zu besorgen. Doch wie durch ein Wunder hängen die Schlösser nach einer Stunde Fahrt noch am Gummiband. 2013-06-01 11.43.33

Glück gehabt. Ich wärme mich mit einem Becher Filterkaffee auf und beschliesse den Rest der Tour auf der Autobahn zu bleiben, da es keinen Sinn macht, bei diesem Sauwetter Landstrasse zu fahren.

Schliesslich komme ich wegen der Abkürzung über die Autobahn früher als erwartet in Münster an, und freue mich, meinen alten Freund Mario wieder zu sehen. Für den Abend steht noch ein Special-Event an, dass aber hier nichts zur Sache tut. Für Inseider sei lediglich angemerkt, dass es sich um einen Überraschungsauftritt beim Elsentreffen handelt.

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