Neben dem Jakobsweg von Beckenried über den Bürgenstock nach Stans.

Der heutige Morgen begrüsst mich mit einem phänomenalen Ausblick auf den See. Zuerst will ich gar nicht erst weg von meinem Balkon.

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Als ich später beim leckeren Frühstücksbuffet im Wintergarten des Hotels sitze, fällt es mir auch hier schwer aufzubrechen. Doch es hilft nichts, ich muss los. Zwar könnte ich einfach den kürzesten Weg nach Stans nehmen, aber ich bin ja zum Wandern unterwegs, und so entscheide ich mich einen kleinen Umweg über den Südhang des Bürgenstocks zu machen.

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Über Buochs nach bis nach Ennetbürgen geht es noch flach am See entlang, doch dann geht es über einen kleinen Pfad steil nach oben. Da ich zwar ungefähr weiss, wo ich lang gehen will, aber die ausgeschilderten Wegpunkte nicht kenne, wird es ein bisschen schwierig. Die kleine Kapelle, die ich ziemlich weit oben sehen kann, wird wohl St. Jost sein. Also folge ich fürs Erste der Beschilderung nach St. Jost.

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Knapp 250 Höhenmeter später stehe ich vor der weissen Kapelle, die im Inneren vollständig mit wundervollen alten Wandmalereien ausgeschmückt ist.

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Von der Kapelle aus geht kein Weg in meine Richtung weiter, also muss ich erst mal ein ganzes Stück wieder zurück bergab gehen, bevor es wieder hoch in Richtung Villa Honegg geht.

Auf dem steilen Weg mache ich eine kleine Pause, und als ich wieder losgehe, liefere ich mir ungewollt ein Rennen mit einer Mountainbikerin. Ich gehe mit meinem Wanderstock gut hörbar hinter ihr und sie ist sichtlich irritiert darüber, dass sie mir gegenüber keinen Meter gut macht. Aber so ist das nun mal am Berg. Wenn es wirklich steil wird, ist man zu Fuss schneller.

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Von Honegg aus geht es vorwiegend durch den Wald wieder abwärts. Zwischendurch komme ich immer wieder mal bei einem Stall oder einer Scheune vorbei und es geht meistens über einen schmalen Weg, den ich unbedingt mal mit dem Mountainbike hinunter fahren muss.

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Doch auch der Wald hilft nicht gegen den Fluglärm, den ich die genze Zeit am Bürgenstock schon ertragen muss. Die Testpiloten der Pilatus Werke üben heute ausgiebig Landeanflüge und das Durchstarten rund um den Flugplatz Buochs und fliegen mir genau vor der Nase herum. Als ich wieder untern im Tal bin, muss ich sogar noch an einer Ampelanlage warten und dem Krachmacher den Vortritt lassen.

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Vom Flugplatz ist es nicht mehr weit zu meiner Unterkunft. Heute muss ich mir kein Hotel suchen, denn ich schlafe heute bei Freunden und freue mich schon auf ein paar Bierchen mit Oskar.

Doch kurz vor meinem Ziel hat mir die schweizer Armee nochmal steine in den Weg gelegt. Der Wanderweg ist gesperrt, weil heute geschossen wird. Doch während ich noch überlege, wohin ich jetzt gehen muss, bietet mir ein Einheimischer an, ihm und seinem Hund ein Stück zu folgen und den Schiessplatz zu umgehen. So komme ich doch noch ohne grössere Umwege zu meinem kühlen Belohnungsbier.