Ich bin da. Bangkok Airport. Zum ersten mal in Asien. Da mein Flug aus Zürich 35 Minuten verspätet ankommt, ist nicht ganz sicher, ob ich den Anschlussflug nach Chiang Mai schaffe, aber ich bin völlig entspannt mache mir keine Sorgen, ganz im Gegensatz zu dem Schweizer, der schon zum dritten Mal die Schlange wechselt.

Obwohl es unsinnig ist, sich bei Thai Air anzustellen, wenn man mit Bangkok Air weiterfliegt, springt er zusammen mit seiner Frau nervös  und gereizt hin und her und nervt alle anderen Wartenden. Als er dann plötzlich zufällig vor mir in der Schlange steht, obwohl er eben noch hinter mir war, weise ich ihn ruhig und höflich darauf hin, dass er nicht der Einzige ist, der einen Anschlussflug erreichen muss. Zur Antwort bekomme ich ein böses Fauchen: Ich solle mich gefälligst beruhigen. Wir wären ja schliesslich in Thailand und da müsse relaxt sein!

‘Danke für den Hinweis.’ denke ich mir und lächele freundlich. Schön zu sehen, dass es auch Schweizer gibt, die sich genau so verhalten, wie man es uns Deutschen immer vorwirft. 🙂

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Natürlich schaffe ich es noch rechtzeitig zu meinem Anschluss nach Chiang Mai im Norden. Der A319 ist nur zu 2/3 besetzt, die Beinfreihheit ist besser als auf dem Flug aus Zürich und der Sitz neben mir ist frei. Das soll Asien sein? Dabei hatte ich doch mit einem überfüllten Flieger mit engen Sitzen und vielleicht noch ein paar Schweinen und Hühnern an Bord gerechnet. Muss ich jetzt enttäuscht sein? Nein, da geniesse ich lieber den Flug und das leckere Curry.

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In Chiang Mai werde ich schon von Noah erwartet. Er wird für eine Woche mein Tour Guide auf einer geführten Motorradtour durch den bergigen Norden Thailands sein. Bis dahin hab ich aber noch eineinhalb Tage, die ich zum Entspannen und Aklimatisieren brauchen werde. Noah bringt mich zum Hotel, wir klären den Papierkram und er gibt mir noch ein paar Tipps. Dann kann ich endlich unter die Dusche.