Eine der aufregendsten Landschaften Europas ist die Verdon Schlucht in der französischen Provence. Bis zu 700m tief hat sich der Fluss in den Fels gegraben, der von weitem so aussieht, wie eine aufgegangene und aufgerissene Brotkruste.

 

Auf einer Tour über die grossen französischen Pässe sollte man unbedingt einen Tag für eine Runde um die Schlucht einplanen. Wenn man es sehr eilig hat, get es auch in einem halben Tag, doch bleibt dann kaum Zeit, die zahlreichen spektakulären Ausblicke zu geniessen.

Das schönste Licht hat man übrigens am späten Nachmittag von der Südseite her. Doch wenn man ein bisschen zu spät an meinen Lieblingsspot kommt, dann liegt die halbe Schlucht leider schon im Schatten. Ist man zu früh dran, dann ist das Licht zu hart. Für schöne Fotos ist ein gutes Timing angesagt.

Auf keinen Fall verpassen sollte man das Stück zwischen der grossen Runde und Castellane, weil man hier nur wenige Meter über dem Flussniveau durch die Schlucht fährt, statt nur von Oben hineinzuschauen.

Als Standorte für eine Übernachtung bieten sich neben Castellane auch La Palud oder – etwas mondäner und wunderbar kitschig schön – Moustiers-Sainte-Marie an. Für den ganz grossen Geldbeutel wäre wohl auch das Château de Trigance keine schlechte Wahl. Bei mir hat es allerdings nur für einen Café auf der windigen Terasse gereicht.

 


So, und wenn sich jetzt jemand wundert, warum es keine Bilder von der kleinen Schleife ab La Palud namens Route des Cretes gibt. Ganz einfach, ich bin sie dieses mal nicht gefahren. Ihr könnt euch aber gerne Bilder von meinem letzten Besuch anschauen.