Motorradhersteller verkaufen Träume, doch für die meisten Motorradfahrer wird der Traum von einer grossen abenteuerlichen Reise wohl nie in Erfüllung gehn. Zum Trost gibt es bei BMW, Triumph, KTM, Honda, Yamaha & Co. jede Menge Toys für grosse Boys. Man(n) kauft für teures Geld das Gefühl, sich den Traum zumindest in der Theorie erfüllen zu können.

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Ein bisschen davon hat sicher auch mir mitgespielt, als ich im März 2012 meinen Fuhrpark erweiterte. Entscheidend für den Typ Reiseenduro war hauptsächlich die Sitzposition. Für die F 800 GS sprachen vorallem das (relativ) niedrige Gewicht, ein (angeblich) tiefer Schwerpunkt, niedrige Verbrauchswerte und schliesslich das ausserordentlich gutmütige Fahrverhalten. Dass das Modell auf unzähligen Expeditionen auch seine Eignung als Adventure-Bike unter Beweis gestellt hatte, war dann noch das Tüpfelchen auf den i.

Wassergekühlter Zweizylinder-Reihenmotor, zwei oben liegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder

798 cm³ Hubraum, 62,5 kW (85 PS) bei 7500/min, 83 Nm bei 5750/min

Speichenräder mit Alu-Felgen 2.15 x 21; 4.25 x 17

Reifen 90/90-21 (VR), 150/70 R 17 (HR)

Radstand 1578 mm, Lenkkopfwinkel 64,0 Grad, Nachlauf 117 mm

Federweg v/h 230/215 mm, Sitzhöhe* 880 mm

Gewicht vollgetankt 222 kg, Zuladung 221 kg

Tankinhalt/Reserve 16,0/4,0 Liter.

Auf über 9’000 km hatte ich 2012 sehr viel Spass beim Cruisen und bei endlosen Passfahrten, doch von einer Tour über mehrere Monate hab ich nicht mal geträumt. Heute freue ich mich sehr darüber, dass ich im letzten Jahr die richtige Wahl getroffen hab.

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